Eskilstuna an der Spitze

Eine Entdeckung - Eskilstunas kamerunische Stürmerin Gaelle Engamanouit

Eine Entdeckung – Eskilstunas kamerunische Stürmerin Gaelle Engamanouit

Nach dem vierten Spieltag der Damallsvenskan übernimmt Aufsteiger Eskilstuna United überraschend die Tabellenführung in Schweden. Nach drei Spielen, die man jeweils mit 2:0 gewonnen hatte, gab es zwar gestern Nachmittag das erste Gegentor durch die Nigerianerin Francesca Ordega in Piteå, aber man nahm aus der in Spielerinnenkreisen durchaus gefürchteten LF-Arena im hohen Norden immerhin einen Punkt mit. Die Kamerunerin Gaelle Engamanouit hatte Eskilstuna mit dem Halbzeitpfiff in Führung gebracht. Statistisch gesehen hat Eskilstuna das Auswärtsspiel durchaus dominiert und kam auf 19:5 Abschlüsse. Piteå kommt nun auf acht, Eskilstuna auf zehn Punkte in der laufenden Saison. Beide Teams wurden nicht so weit oben erwartet.

Hätte der amtierende Meister FC Rosengård gegen ein Linköping in Bestbesetzung antreten müssen, wäre eine Niederlage nicht überraschend gewesen. Aber nun fehlen einmal Ex-Malmö-Trainer Martin Sjögren sowohl Magdalena Ericsson und Charlotte Rohlin in der Abwehr, Pernille Harder im Mittelfeld und Linda Sällström im Angriff, während Rosengård weitgehend in Bestbesetzung antreten konnte. Am Ende gewann der Gastgaber Linköping vor 1.024 Zuschauern durch Tore von Jennie Nordin und Stina Blackstenius mit 2:0. Schon 2013 war es Linköping gelungen, den späteren Meister mit 3:1 zu schlagen. Martin Sjögren ist für seine taktischen Finessen bekannt und gestern blieb ihm nichts anderes übrig als die offensive Mittelfeldspielerin Christine Minde aus Norwegen auf die Position neben Jennie Nordin in der Innenverteidigung zu stellen – ein offenbar genialer Schachzug. Nordin zeigte eine fehlerfreie Leistung und handelte sich ein Sonderlob Sjögrens ein: “Macht sie so weiter, glaube ich, dass sie einen weiteren Schritt Richtung Nationalmannschaft tut,” so Sjögren über die U19-Europameisterin von 2012. Dass ihre Europameisterkollegin Fridolina Rolfö eine der besten Neuerwerbungen innerhalb der Liga war, konnte man annehmen. Gestern sorgten Rolfö und die noch jüngere Blackstenius ständig für Gefahr. Die 18-Jährige hat 23 Spiele in der Liga absolviert und 14 Tore geschossen, ein sensationelles Resultat. Linköpings kluge EInkaufspolitik der vergangenen zwei Jahre kann man wohl Sjögren zuschreiben, der sich mit der Amerikanerin Katie Fraine auch die meiner Meinung nach beste Torhüterin der Liga (trotz der Nationaltorfrauen Lindahl, Helgadottir) geholt hat. “Sie standen hoch und zwangen uns, weite Bälle zu schlagen. Wir haben unser Niveau heute nicht erreicht,” so Rekordnationalspielerin Therese Sjögran nach dem Spiel.

 

Zwei nach Piteå

Die Australierin Lydia Williams konnte nicht in Piteå bleiben, da die australische Nationalmannschaft nächstes Jahr zu viele Länderspiele und Trainingslager absolviert und man Williams oft hätte freigeben müssen.

Stattdessen holt man nun die Juniorennationalspielerin Hilda Carlén von Hammarby aus der zweiten Liga. Dazu verstärkt man sich im Angriff mit einer weiteren U-19-Europameisterin, Pauline Hammarlund, die in Linköping nicht mehr gebraucht wurde.

 

Lydia Williams verlässt Piteå

Die australische Torhüterin Lydia Williams verlässt Piteå IF nach zwei Spielzeiten. “Wir haben keine Möglichkeit, Lydia zu behalten, es geht einfach nicht,” sagte Sportchef Leif Strandh zu Piteåtidningen.

Vom 5.-25. Mai 2014 finden die Asienmeisterschaft statt, an der Australien teilnehmen wird. Die australische Nationalmannschaft will schon deutlich vor dem Turnier alle Spielerinnen im Trainingslager haben. Damit würde Williams zu viel von der nächsten Saison in Schweden verpassen.

Piteå ist an der Amerikanerin Janelle Cordia interessiert, die in dieser Saison Mannschaftskapitänin des finnischen Meisters Åland United war. Auch Sarah Michael wollte man offenbar zurückholen, aber die unterschrieb bekanntlich abermals bei KIF Örebro. Dagegen wird die Nigerianerin Fransisca Ordega ein weiteres Jahr für Piteå spielen.

Nah dran

Dass Piteå in der heimischen LF-Arena im hohen schwedischen Norden nicht leicht zu schlagen ist, die Erfahrung musste auch schon LdB FC Malmö machen, als man dort in dieser Saison eigentlich schon geschlagen war und erst gegen Ende noch das glückliche 2:2 erzielen konnte.

Ähnlich erging es gestern “Real Tyresö”, wie das Team bisweilen aufgrund seiner hohen Investitionen genannt wird. Als die Nigerianerin Francisca Ordega das 1:0 für die Gastgeber in der 54. Minute markierte, werden sie in Malmö schon hoch gesprungen sein, denn wäre es bei diesem Ergebnis geblieben, hätte Malmö heute im Heimspiel gegen Örebro schon den Meistertitel einfahren können.

Aber fast postwendend erzielte die Dänin Line Røddik per Kopf den Ausgleich. Und dabei blieb es dann auch. Malmö kann also heute Nachmittag auf sechs Punkte davonziehen und bräuchte dann aus den verbleibenden zwei Begegnungen gegen Umeå IK (H) und Mallbacken (A) nur noch ein winziges Pünktchen, um dem Rivalen den Meistertitel wieder abzuknöpfen.

 

 

Nach neun Runden

Erwartungsgemäß sind Tyresö und Malmö dem Rest des Feldes deutlich voraus. Die letzten vier Spiele des neunten Spieltags fanden vorgestern und vor allem gestern statt

Bereits am Mittwochabend führte Piteå zwar mit 1:0 gegen Linköping, aber Martin Sjögrens junge Mannschaft drehte die Begegnung und wie schon gegen Malmö am Spieltag zuvor wurde die Dänin Pernilla Harder zum Matchwinner für die Gäste. Piteå rutschte nun aufgrund der Donnerstagsergebnisse auf einen Abstiegsplatz, wo es definitiv nicht hingehört. Aber in der nördlichsten Stadt der Liga ist in der Lokalpresse jetzt schon die Devise durchhalten bis zur Sommerpause und Verstärkungen besorgen ausgegeben worden.

Piteå rutschte auf Rang 11, weil Vittsjö bei Mallbacken 3:1 gewann. Erste Niederlage der Värmländerinnen auf eigenem Platz seit zwei Jahren, der Strandvallen mit seinen fehlenden Tribünen (die Zuschauer sitzen meist auf selbst mitgebrachten Stühlen am Spielfeldrand) war eine Bastion. Er ist zudem Schwedens einziger Topfußballplatz, den man nur über eine Schotterstraße erreicht. Großes Pech für Mallbacken und noch mehr wohl fürr die finnische Nationalmannschaft:

Maija Saari, Kapitänin Finnlands und wichtiges Glied in der Abwehrkette Mallbackens, zog sich beim Training unter der Woche einen Kreuzbandriss zu. Maija ist damit schon das zehnte Opfer mit dieser Verletzung in der Damallsvenskan 2013.

Grund zur Freude hatte Finnlands Trainer Andrée Jeglertz auch gestern. Annica Sjölund, 2012 mit Kreuzbandriss ausgefallen, machte ihr erstes Spiel über 90 Minuten daheim gegen Umeå IK: Es kamen für Jitex sehr erfreuliche 900 Zuschauer und sie wurden zudem Zeugen eines eminent wichtigen 2:1 über Umeå. Zweifache Torschützin: Annica Sjölund.

Dass Kristianstad Sunnanå eine deutliche Niederlage mitgeben würde, glaubten wohl alle und tatsächlich gab es für den Aufsteiger (und wohl Absteiger) erneut ein empfindliches 5:1. Marija Banusic schoss das 1:0 schon in der ersten Spielminute, Margret Lara Vidarsdottir traf zweimal und Josefine Öqvist und Johanna Rasmussen je einmal. Mit Banusic hatte ich mich schon für Sonntag in Tyresö für ein Interview nach dem Spiel verabredet, aber die 17-Jährige sah ihre dritte gelbe Karte (wegen Wassertrinken auf dem Spielfeld!) und ist damit gegen Meister Tyresö gesperrt. Für ihre Handverletzung hat man ihr in Malmö übrigens eine Spezialmanschette angefertigt.

 

Faith Ikidi hat sich akklimatisiert

Christen Press (links) und Faith Ikidi im Zweikampf

Christen Press (links) und Faith Ikidi im Zweikampf

Wenn es um Stabilität in der Abwehr geht, Athletik und ein intuitiv geradezu geniales Stellungsspiel, dann kommt zumindest in Schweden schnell der Name Faith Ikidi ins Gespräch. Die inzwischen 26 Jahre alte Nigerianerin in Diensten von Piteå IF kam schon 2005 nach Norwegen und landete dann etwas später beim schwedischen Erstligisten QBIK aus Karlstad, wo teilweise vier Nigerianerinnen unter Vertrag standen.

2009 spielte sie für Linköpings FC und verteidigte in der Mitte mit Charlotte Rohlin, Linköping holte seinen bislang einzigen Meistertitel und ließ nur elf Gegentore in 22 Spielen zu. Der Wechsel nach Piteå 2011 kam dann etwas überraschend, im Frühjahr 2013 unterschrieb die Nigerianerin schließlich einen 3-Jahresvertrag in Piteå, der also bis einschließlich 2015 geht.

Nach dem Spiel in Tyresö am Mittwochabend habe ich mich mit Faith Ikidi unterhalten.

Kurz vor Schluss lagst du mit großen Schmerzen am Boden, hast schon das Zeichen zur Auswechslung gemacht, was ist passiert?

Naja, das war noch aus dem Spiel gegen Mallbacken, da bekam ich eine Wunde auf dem Spann des linken Fußes. Und vorhin ist jemand draufgetreten, das btat höllisch weh, ist aber schon besser jetzt.

Was sagst du zum Spiel heute?

Wir haben fantastisch gestanden in der Defensive, ich bin vom Ergebnis her beeindruckt, 1:2 in Tyresö kann sich doch sehen lassen. Aber: wie soll ich das sagen, verloren ist verloren. Wir können aber trotzdem mit einem guten Gefühl nach Hause fliegen, wir haben gut gespielt gegen Tyresö. Denen will ich auch gratulieren.

Und jetzt geht es gegen KIF Örebro zu Hause, ein starker Gegner.

Ja, sicher, aber wir müssen weiter kämpfen. Die haben eine Menge erfahrener Spielerinnen, die den Ball halten können und auch solche, die wirklich Tore schießen können.

Faith, du bist vor acht Jahren nach Skandinavien gekommen, eine schöne lange Zeit.

Ja, das ist eine lange Zeit. Jedes Jahr war sehr spannend mit dieser Liga hier in Schweden. Da gibt es keinen Tiefpunkt, sondern sportlich wird das die ganze Zeit besser und auch immer härter im Wettbewerb.

Du wolltest unbedingt in Piteå bleiben und hast drei Jahre verlangt?

Ja, weißt du, das war letztes Jahr. Jedes Jahr habe ich immer eine Verlängerung oder einen Vertrag für ein Jahr bekommen. Piteå ist eine Stadt, die mir sehr gut gefällt. Und da hab ich eben um einen längeren Vertrag gebeten, da kann man dann auch mal etwas entspannen. Es stimmt, dass Piteå eine kleine Stadt ist, aber ich mag keine großen Menschenmengen. Stockholm ist eine schöne Stadt, aber ich mag dieses Gedränge nicht, ich mag es ruhiger. Die Leute in Piteå lieben unsere Mannschaft, ich weiß nicht, wie ich dir das erklären kann, aber die Leute lieben uns. Egal ob wir gute oder schlechte Zeiten haben, die Fans sind immer da für uns.

Was ist das Ziel für Piteå in diesem Jahr?

Wir wollen natürlich besser sein als in der letzten Saison. Und ich denke mal, das ist überall so. In jeder Mannschaft, jede Spielerin. Auch individuell will man doch besser sein als letztes Jahr. Wir sagen nicht, dass wir Meister werden wollen oder unter den ersten 5 landen, aber wir wollen besser sein als letztes Jahr.

Wenn ich das sagen darf. Du beeindruckst mich schon seit Jahren mit einem einzigartigen Stellungsspiel. Du weißt einfach immer in jeder Situation, wohin der Ball kommen wird und dann bist du einfach da und stehst richtig. Kann man das lernen?

Ich denke, dass das wirklich ein Talent ist und es kommt auch dank Gottes Hilfe. Was immer ich tue, ich bete immer zu Gott. Und natürlich hat der Trainer was damit zu tun. Denn wenn du ein Talent hast und du hast jemanden, der dich anleitet und dir Tips und Hilfen gibt, dann ist das einfach, wenn du Talent hast. Ich bin sehr dankbar dafür.

Was kann man über die nigeranische Nationalmannschaft sagen?

Wir haben keine Spiele in diesem Sommer. Erst nächstes Jahr haben wir Qualifikationsspiele und die afrikanischen Meisterschaften, die uns hoffentlich zur WM 2015 bringen werden. In Afrika kann man derzeit nicht sagen, dass wir die stärksten sind, da gibt es eine Menge anderer Länder, die im Kommen sind. Letztes Jahr war Äquatorial-Guinea Afrikameister und wir wurden nur Vierter. Du siehst, dass da viele gute Mannschaften sind.

 

 

 

Malmö wieder vorn

Malmö hat Tyresö nach vier Runden die Tabellenführung abgeluchst. Mit einem 2:1 in Umeå am Sonntag (Siegtreffer durch Neuzugang Yoreli Rincon) setzte sich der Vizemeister dank der mehr geschossenen Tore an die Tabellenspitze. Dabei flog Therese Sjögran nach zwei gelben Karten vom Platz.

Ereignis des Tages aber wohl die Stadioneröffnung in Linköping. Das neue Stadion für die Europameisterschaft gebaut wird Heimstatt für Linköpings FC sein. Freier Eintritt und schönes Wetter und eine Rekordkulisse von 5300 Zuschauern, vermutlich ein Saisonrekord, den keiner in der Liga überbieten wird. Und wieder sorgte Örebro für eine Überraschung, lag 2:0 in Führung, ehe am Ende die Abwehrspielerinnen Charlotte Rohlin und Magdalena Eriksson noch für das dritte Unentschieden in Folge für Linköping sorgten.

Und Mallbacken strafte mich Lügen. Nachdem ich am Samstag nach dem neuerlichen Debakel Sunnanås noch behauptete, dass beide Aufsteiger sang- und klanglos absteigen würden, gewann das Team sein zweites “Heimspiel” in Munkfors mit 3:0 gegen das bislang starke Piteå.

Aber auch trotz dieses sporadischen Erfolgs kann ich so recht nicht daran glauben, dass Mallbacken mit seinem bescheidenen Kader in der Liga bleibt.

Kreuzbandriss Nummer 6: Hanna Petterssons Knieschmerzen aus einem Training vor dem Spiel in Mallbacken rührten von einem gerissenen Kreuzband her. Saison zu Ende. Auch diese Saison werden wohl wieder 20-25 Spielerinnen mit dieser Diagnose von Magnetröntgenuntersuchungen nach Hause kommen.

Nach Runde 2

Noch steht das Lokalderby zwischen den beiden Göteborger Teams (heute Abend) auf einem Fußballplatz außerhalb Göteborgs (weil Jitex’ trotz gegenteiliger Versprechungen seiner Heimatgemeinde Mölndal noch kein funktionsfähiges Stadion hat) aus.

Und nach zwei Spieltagen sollte man keine voreiligen Schlussfolgerungen ziehen. Aber gestern Abend kam LdB FC Malmö mit einem dunkelblauen Auge in Piteå davon. Zwar ging man durch Anja Mittag mit 1:0 in Führung und alles schien seinen Gang zu gehen, aber das Spiel der Südschwedinnen mit großer internationaler Verstärkung war alles andere als meisterlich. Ein grober Schnitzer der eingewechselsten Therese Sjögran, die den Ball vor die Füße von Sofie Persson im Strafraum stolperte brachte den Ausgleich. Persson drosch sofort knallhart drauf und Thora Helgadottir hatte nicht den Hauch einer Chance. Dann ging Piteå gar noch durch Victoria Forsmark in Führung. Zwar griff Malmö daraufhin immer wieder an, aber Piteå blieb bei Kontern gefährlich.

Am besten bei Malmö gestern: Katrin Schmidt, die enormen Einsatz im zentralen Mittelfeld leistete, viele Bälle gewann und am Ende auch dicke Chancen hatte. Ihr Kopfball wurde von Piteås Lydia Williams mit einer fantastischen Parade zur Ecke gelenkt.

Den Ausgleich erzielte dann die eingewechselte Kathleen Radtke. Die bekam den Ball an der Strafraumkante und zog in der 93. Minute ab.

Aber trotzdem gingen die Spielerinnen aus Malmö alles andere als zufrieden vom Platz, denn man hat schon sehr früh zwei Punkte verloren, die am Ende, wenn abgerechnet wird gegen Tyresö, bitter fehlen dürften.

Bittere Heimpleite für Aufsteiger

Mit einer derben 1:5 Schlappe daheim in Skellefteå begann die Saison für Aufsteiger Sunnanå SK gegen Vittsjö. Dabei erzielte die aus Kristianstad gekommene Elin Nilsen gleich drei Tore und setzte sich an die Spitze der Torjögerliste. Wer in Kristianstad nichts wird oder nicht mehr erwünscht ist, der geht oft nach Vittsjö, das keine 50 km entfernt ist. Und Trainer Thomas Mårtensson macht dann oft aus diesen Spielerinnen Siegerinnen. So ist es ihm schon mit Sofie Andersson gelungen, die bei Elisabet Gunnarsdottir keine Rolle mehr hatte und nun wohl auch mit Nilsen, die schon in der Vorbereitung etliche Tore erzielt hat. Jane Ross und Emma Sjödahl für Vittsjö und Julia Spetsmark für Sunnanå erzielten die übrigen Tore.

Wie schwer es ist, in der Damallsvenskan (wieder) Fuß zu fassen, mussten also die Aufsteiger Mallbacken (0:4 in Örebro) und Sunnanå bitter erfahren. Beide verloren zudem nicht gerade gegen Meisterschaftsaspiranten und das jeweils mit vier Toren Unterschied.

In Skellefteå hatte man der Premiere so entgegengefiebert und gottlob ist der Männereishockey-Verein gerade dabei, das Finale um die schwedische Eishockeymeisterschaft gegen den Rivalen aus Luleå zu gewinnen.

“Wir haben gegen eine bedeutend bessere Mannschaft gespielt,” fasste Trainer Marti Tikkanen die Klatsche zusammen. “Wir machen zu viele individuelle Fehler und auf diesem Niveau sind die sehr teuer. In den Zweikämpfen sind wir zu zaghaft. Es gibt einen großen Unterschied zur zweiten Liga, wo wir scheinbar noch sind.”

Und die heutige Mannschaftskapitänin Annika Kukkonen fügt hinzu: “Wir müssen wesentlich tougher sein. Ein paar von uns sind einfach zu nett da draußen. Das müssen wir nächstes Mal besser machen. Es ist nicht lustig, einer Mannschaft zu begegnen, die hart spielt.”

Im zweiten Sonntagsspiel kam Kristianstads DFF, das ja Ambitionen auf einen Spitzenplatz hat, zu Hause nicht über ein 1:1 gegen Piteå hinaus. Victoria Forsmark hatte die Gäste in Führung gebracht und Marija Banusic glich mit einem Freistoßtor aus.

 

 

Anna Westerlund: “Unser Ziel, besser als Platz 8″

AnnaBei Piteå IF, das letztes Jahr an achter Stelle die Saison der Damallsvenskan beendet, spielt unter anderen auch die finnische Nationalspielerin Anna Westerlund. Anna hat bisher 53 Länderspiele für Finnland gemacht. Am Dienstag habe ich sie beim Presseauftakt der Damallsvenskan getroffen.

Piteå liegt weit im Norden, knapp 1.000 km von Stockholm entfernt im eher dünn besiedelten Teil Schwedens.

Wie gefällt dir das Leben in Piteå? [In Schweden duzt man sich grundsätzlich, was dazu führt, dass ich die Gespräche eben auch so übersetze]

Naja, ich war schon zwei Jahre in Umeå und nun in Piteå, also mir gefällt es gut, ich bleibe ja schließlich hier. Piteå ist natürlich kleiner als Umeå, wenn man diese beiden Städte vergleichen will, aber ich denke eben auch, dass ich kein Großstadtmädchen bin. Ich komme aus Pargas einer kleinen Stadt in der Nähe von Turku. Natürlich gibt es mal einen Tag, an dem man auf die Wände klettert, aber es ist schon ok.

Selber habe ich Piteå und die LF Arena vor zwei Jahren einmal besucht und hatte den Eindruck, dass das Publikum sehr engagiert ist, zahlreich kommt und eben auch die allgemeine Stimmung für den Frauenfußball und das Team sehr gut ist.

Die Stimmung in Piteå ist wirklich klasse. Das gehört zu den besten Stadien in der Damallsvenskan, finde ich. In Piteå braucht man nie Angst zu haben, dass keine Leute kommen.

Wo soll Piteå am Ende der Saison stehen?

Unsere Zielsetzung ist ganz klar, besser zu sein als im Vorjahr. Wir waren auf dem achten Platz letztes Jahr und es ist ganz natürlich, dass man weiter nach oben will.

Mit Finnland gab es am Sonntagmorgen eine überraschende 1:3 Niederlage in der Slowakei. Was war los?

Wir waren einfach nicht gut, wir haben gesagt, dass wir in den ersten 20 Minuten gut waren, dann wurde es schlechter. Klar, wir wissen jetzt, woran es lag. Auf Zypern war das genauso. Man kriegt ja auch immer Antworten, wenn man verliert. Wir sind noch nicht EM-reif, aber das müssen wir auch noch nicht sein. Das sind noch drei Monate, wir haben noch eine Reihe von Lehrgängen. Zentral müssen wir besser spielen. Wir wissen aus den 20 Minuten, in denen wir gut gespielt haben, das wir es können. Dann müssen wir einfach nur ein ganzes Spiel auf diesem Niveau schaffen.

Es fällt auf, dass in letzter Zeit immer mehr junge Spielerinnen aus der finnischen Liga im Kader stehen, das war früher anders. Da gab es teils ganze Startformationen aus Spielerinnen, die in Schweden aktiv waren. Wie kommt das?

Ja, wenn man heute mit der Zeit vergleicht, in der Michael Käld unser Trainer war, dann ist es jetzt beinahe 50/50 besetzt mit Spielerinnen aus der finnischen Liga und hauptsächlich der Damallsvenskan. Andrée Jeglertz musste ja auch den Generationswechsel vollziehen, während Michael noch mit Spielerinnen wie Anne Mäkinen, Sanna Valkonen und Laura Kalmari arbeiten konnte. Und da sind einfach mehr aus Finnland dazu gekommen. Vielleicht sieht das in einem Jahr schon anders aus, dass dann viele von den jungen Spielerinnen auch im Ausland sind. Aber es ist gut, dass die Spielerinnen, die in der finnischen Liga sind, das Gefühl bekommen, dass wenn sie gut genug spielen, gesehen werden und eine Chance haben, in die Nationalmannschaft zu kommen. Und unsere Jugendtrainer Marianne Miettinen und Markko Saloranta machen auch wirklich eine gute Arbeit.

Sonntag beginnt die Saison für euch in Kristianstad. Deine Gedanken dazu?

Ich hab noch gar nicht an das Spiel denken können. Das ist alles so schnell. Jetzt war ich eine Woche mit der Nationalmannschaft weg und dann fängt gleich die Liga an. Aber das ist nur schön, dass es los geht. Kristianstad ist immer schwer, das wissen wir und wir müssen mal sehen wie es auf dem Rasen geht. Am Anfang der Saison weiß man nie so recht wie man im Vergleich zu den anderen Teams steht. Ein Trainingsspiel ist immer ein Trainingsspiel. Wir spielen auf Sieg, als Fußballerin will man natürlich gewinnen, Das Ergebnis ist egal, ob es 1:0, 5:0 oder 2:1 ist.

Ordega und Taylor

Zwei weitere Ausländerinnen wurden heute in die Damallsvenskan geholt. Die 20-Jährige Nigerianerin Francesca Ordega wird zu Piteå IF stoßen. Ordega war bereits im Sommer letzten Jahres für Schweden angekündigt – sie sollte den Göteborger Club Jitex verstärken, am Ende landete sie jedoch beim russischen Meister FC Rossiyanka, den sie also jetzt ebenso wie Sofia Jakobsson verlässt.

Dass eine weitere Engländerin nach Göteborg kommen würde, wusste man seit Wochen. Anita Asante wusste das auch, wollte mir aber verständlicherweise nicht sagen, um wen es sich handelte. Außer, dass es nicht Kelly Smith sei. Es ist die 26-Jährige Mittelfeldspielerin/Stürmerin Jodie Taylor. Sie kommt von den Birmingham Ladies, ist somit nicht spielberechtigt im CL-Viertelfinale gegen FC Juvisy.

 

Zugänge und Abgänge (Stand: 05.01.2013)

So allmählich füllen sich die Kader der Vereine in der Damallsvenskan. Es ist Zeit für einen ersten Überblick. Hier kommen die 12 Teams der Saison 2012 plus die beiden Neulinge.

Tyresö FF

Zugänge: Christen Press (Kopparberg/Göteborgs FC), Malin Diaz (AIK)

Abgänge: Helén Eke (Verein steht noch nicht fest)

Kommentar: Erstmals auf seiner Reise von der vierten Liga zum Meistertitel gibt es in Tyresö keine wesentlichen Personalwechsel. Marta, Vero Boquete, Caroline Seger hatten allesamt laufende Verträge auch für 2013, obwohl es um Marta wieder einmal Wechselgerüchte gab und auch noch gibt. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass die Brasilianerin Tyresö in diesem Jahr verlässt. Für die USA ist ihr Marktwert nicht groß genug und keiner der neuen Vereine könnte sie mit den erlaubten Budgets bezahlen. Christen Press wird den Stammplatz von Madelaine Edlund gefährden. Sowohl deren wie Elaines auslaufender Vertrag wurde verlängert. Tyresö ist ein Topteam mit erstklassigen Alternativen auf der Bank. Auch Meghan Klingenberg hat verlängert. Wunschelf (Linda Sembrant in der Reha nach Kreuzbandriss):

Carola Söberg, Meghan Klingenberg, Johanna Frisk, Karin Lissel, Line Röddik Hansen, Lisa Dahlkvist, Caroline Seger, Vero Boquete, Marta, Kirsten van de Ven, Christen Press.

Bank: Annica Svensson, Elaine, Malin Diaz, Madelaine Edlund, Jessica Höglander.

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LdB FC Malmö

Zugänge: Yoreli Rincon (XV de Piracicaba), Zecira Musovic (Stattena), Manon Melis (Linköping)

Abgänge: Emma Wilhelmsson (Jitex), Christina Öyangen Örntoft (Bröndby), Hilda Carlén (noch unbekannt)

Kommentar: Nach der finanziellen Rettung durch Milliardär Dan Olofsson nimmt auch Malmö Kurs auf den Meistertitel. Die Liga wird (wenn sich nichts wesentlich ändert) zu einem Zweikampf Malmö – Tyresö werden, in dem Tyresö abermals klarer Favorit ist, trotz der Verpflichtung von Melis. Rincon überrascht, riskant, eine 19-Jährige Kolumbianerin zu integrieren. Die 1,54 m kleine Filigrantechnikerin wurde mit Marta verglichen, muss das aber noch beweisen. Malmö hat aber immer gut eingekauft…

Voraussichtlich:

Thora Helgadottir, Lina Nilsson, Malin Levenstad, Amanda Ilestedt, Ali Riley, Sara Björk Gunnarsdottir, Therese Sjögran, Ramona Bachmann, Elin Rubensson, Anja Mittag, Manon Melis.

Reserve:

Zecira Musovic, Frida Nordin, Katrin Schmidt, Katrine Veje, Yoreli Rincon, Sofi Anker Kofoed.

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Linköpings FC

Zugänge: Lina Rinshamre (Sundsvalls DFF), Magdalena Ericsson (Djurgården), Stina Blackstenius (Vadstena GoIF), Renée Slegers (Djurgården), Emma Lennartsson (IFK Norrköping)

Abgänge: Manon Melis (LdB FC Malmö), Lisa DeVanna (Perth Glory), Emma Lundh (noch unbekannt, Hammarby?), Karen Bardsley (Lincoln LFC), Louise Fors (Western Sydney Wanderers, ab Frühjahr FC Liverpool Ladies), Nora Holstad Berge (Arna-Björnar), Matilda Agné (Hammarby DFF), Ingrid Schjelderup (Vålerenga), Josefine Alfsson (Kisa BK)

Kommentar: Linköping beendet nach einem Jahr seinen Versuch, mit Tyresö und Malmö zu konkurrieren und hat Sparmaßnahmen eingeführt. Neun Spielerinnen verlassen den Verein und fünf kommen neu hinzu, im Gespräch ist immer noch AIK:s U19-Europameisterin Jennie Nordin. Mit Ringshamre und Ericsson hat man zwei weitere junge Europameisterinnen verpflichtet. Linda Sällström, die gegen Ende der Saison noch gehen wollte (Jitex war eine Option), bleibt nun doch, vermutlich, weil die Konkurrenz in der Offensive nach ihrer Rehazeit nach dem Abgang von DeVanna, Melis und Lundh deutlich entspannter geworden ist. Linköping ist auch immer noch das bessere Team. Wichtig, dass Trainer Martin Sjögren zwei weitere Jahre bleibt.

Voraussichtlich:

Sofia Lundgren, Maja Krantz, Nilla Fischer, Charlotte Rohlin, Jessica Samuelsson, Marianne Gajhede Knudsen, Renée Slegers, Petra Larsson, Pernille Harder, Jonna Andersson, Linda Sällström.

Hier und bei den weiteren Clubs erspare ich mir die potentielle Bankbesetzung, da lediglich Malmö und Tyresö um die Meisterschaft spielen werden.

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Kopparberg/Göteborgs FC

Zugänge: Jessica Landström (Djurgården), Marie Hammarström (KIF Örebro), Cathrine Dyngvold (Klepp),

Abgänge: Christen Press (Tyresö FF), Ingrid Wells (noch unbekannt)

Göteborg wollte eigentlich angreifen. Dann kam der Abgang von Press dazwischen. Tyresös Zampano Hans Löfgren schnappte die Amerikanerin den Göteborgern vor der Nase weg. Landström ist vom Typ her kein Press-Ersatz, aber sie ist eine Kämpfernatur mit einer enormen fysischen Kraft. Dennoch muss sich das Angriffsspiel ändern. Torbjörn Nilsson hat seinen Trainervertrag um 2 Jahre verlängert, weil ihm versichert wurde, dass die Mannschaft sukzessiv verstärkt wird. Mindestens eine Klassespielerin muss noch kommen.

Voraussichtlich: Kristin Hammarström, Catrine Johansson, Anna Ahlstrand, Stina Segerström, Camille Levin, Yael Averbuch, Anita Asante, Johanna Almgren, Olivis Schough, Cathrine Dyngvold, Jessica Landström.

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Kristianstads DFF

Zugänge: Josefine Öqvist (vereinslos), Marija Banusic (IK Sirius), Brett Maron (Valur), Elin Borg (AIK)

Abgänge: Elin Nilsen (Vittsjö), Katrin Ómarsdóttir, Becky Edwards (beide unbekannt), Emelie Johnsson (Borens IK),  Moa Pettersson (Wä IF), Anna Persson (Glimåkra IF), Lisa Petersson, Julia Molin (AIK)

Auf den Plätzen 5-12 und bei den Aufsteigern erspare ich mir die mögliche Aufstellung am ersten Spieltag. Maron wird sicher in den ersten Monaten im Tor stehen, da Hedvig Lindahl in der Reha nach dem Kreuzbandriss ist. Trainerin Beta Gunnarsdottir ist wie immer super ambitioniert und will sicher Meister werden. Mit der Verpflichtung von Banusic ist ihr ein Coup gelungen. Für mich das größte Talent im schwedischen Fußball VOR der allenthalben gepriesenen Lina Hurtig (Umeå). Dass Josefine Öqvist letztlich der Offensive maßgebliches Gewicht verleihen wird, steht außer Frage. Kristianstad hat jetzt den drittbesten Angriff der Liga.

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Vittsjö GIK

Zugänge: Elin Nilsen (Kristianstad), Jane Ross (Glasgow City)

Abgänge: Emma Kullberg (Umeå Södra), Josefine Mårtensson (Glimåkra IF)

Das zweite Jahr ist immer das Schwerste. Das wird auch für Sensationsaufsteiger Vittsjö GIK gelten. Niemand hätte das Team aus Skåne auf Rang 6 erwartet. Die Verpflichtung von Jane Ross deutet eventuell darauf hin, dass Danesha Adams geht. Die Amerikanerin war sehr wichtig. Möglich, dass Vittsjö, wie immer, von Beta Gunnarsdottir geschasste Spielerinnen überimmt. Becky Edwards?

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Umeå IK

Zugänge: Hanna Folkesson (AIK)

Abgänge: Erica Carlén (Morön)

Wenig passierte in Umeå. Keeperin Caroline Jönsson hat ihr Karriereende zur Saisonmitte angekündigt. Da braucht es Ersatz.

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Piteå IF

Zugänge: Clara Markstedt (AIK), Johanna Andersson (Assi)

Abgänge: Camilla Johansson, Jessica Olovsson (unbekannt), Ann-Mari Dovland (Klepp), Jennifer Nobis (Karriereende)

Piteå hat zwar die beste Torschützin Nobis durch Clara Markstedt ersetzt, aber es fehlt an einer weiteren offensiven Spielerin, die dem Angriff mehr Durchschlagskraft verleiht. Faith Ikidi hat ihren Vertrag bis einschließlich 2015 verlängert, eine finanzielle Deckung dafür gibt es noch nicht.

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Jitex BK

Zugänge: Emma Wilhelmsson (LdB FC Malmö)

Abgänge: Katri Nokso-Koivisto (LSK Kvinner), Nanna Jansson (Hovås Billdal), Caroline Lindblad (unbekannt)

Jitex wird weder schwächer noch stärker.

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KIF Örebro

Zugänge: Fehlanzeige

Abgänge: Marie Hammarström (Kopparbergs/Göteborg FC), Emelie Lundberg (Eskilstuna United), Hanna Ågren-Åhbom, Nina Fellbrant,  Fanny Persson (hören auf), Edda Garðarsdóttir,  Ólína Viðarsdóttir (beide zurück nach Island, , Linda Fransson (noch nicht klar)

Das sieht wieder nicht gut aus für Örebro, das erhebliche finanzielle Probleme hat.

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Sunnanå SK

Zugänge: Anikka Kukkonen (Djurgården), Hanna Glas (Sundsvalls DFF),  Carys Hawkins (Perth Glory

Abänge: Anna Bodén (Morön),  Yanru Zhang (China)

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Mallbacken

Zugänge: Sarah Bergman, Emmie Johansson (beide QBIK), Maija Saari (AIK), Hayley Lauder (Åland United)

Abgänge: Anna Arnfeldt (Karriereende)

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Djurgården

Abgänge: Gudbjörg Gunnarsdottir, Mia Jalkerud, Freja Hellenberg (alle Avaldsnes IL), Jessica Landström (Göteborgs FC), Renée Slegers (Linköping), Anna Lindblom (Hammarby), Katrine Petrous, Natalia Rickne, Annika Kukkonen (Sunnanå), Katrin Jonsdottir, Caroline Frånberg.

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AIK

Zugänge: Lisa Pettersson, Julia Molin (beide Kristianstad)

Abgänge: Maija Saari (Mallbacken), Elin Borg (Kristianstad), Nazanin Vaseghpanah (hört auf), Hanna Folkesson (Umeå), Malin Diaz (Tyresö), Clara Markstedt (Piteå), Lori Chalupny (unbekannt)

Jönsson macht noch ein halbes Jahr

Die ehemalige Torfrau der schwedischen Nationalmannschaft, die 34-Jährige Caroline Jönsson, hat mitgeteilt, dass sie noch eine halbe Saison bei Umeå IK spielen wird und dann zurück in ihre Heimatstadt Malmö ziehen wird. Jönsson wurde mit Schweden 2003 Vizeweltmeisterin in den USA.

Kosovare Asllani hat jetzt auf die kürzlich von Pia Sundhage an ihr geäußerte Kritik reagiert. Sundhage hatte gesagt, dass Asllani sich technisch verbessern müsse. In einem Interview mit Kristianstadsbladet sagte “Kosse”: “Das steht für sie selber. Pia hat mich jetzt zweimal spielen sehen. Ich weiß, was ich verbessern muss, das ist eher meine Physis als meine Technik.”

In Piteå sucht man nach dem verletzungsbedingten Rücktritt von Jennifer Nobis nach einer Alternative im Angriff. Die Amerikanerin Lindsay Taylor hat ein Vertragsangebot abgelehnt. Jetzt bemüht man sich um die isländische Nationalspielerin Fanndis Fridriksdottir, was diese bestätigt hat. Hinter der 22-Jährigen Isländerin ist aber wohl auch ein norwegischer Club her. Piteå bemüht sich ebenso wie Sunnanå um die Außenverteidigerin Johanna Andersson, die 2012 bei ihrem Verein Assi in der zweiten Liga besonders aufgefallen war.

 

 

Jennifer Nobis macht Schluss

Sorgen in Piteå, denn die 28-Jährige Amerikanerin Jennifer Nobis, 2012 mit ihren 13 Toren mit Abstand beste Torschützin ihres Teams, hat aus den USA mitgeteilt, dass sie mit dem Fußball aufhören wird.

“Es ist die schwerste Entscheidung meines Lebens gewesen, aber ich will nicht zurückkommen und nicht so gut sein können wie bisher,” so die Amerikanerin per E-Mail an ihren Verein. Der hat das durchaus kommen sehen, denn Nobis plagt sich bereits seit Monaten mit Schmerzen im Beckenbereich und die Ärzte haben ihr offenbar geraten, Schluss zu machen, wenn sie nicht ernste gesundheitliche Folgen in Kauf nehmen will.

Jetzt muss Piteå schnell auf dem Markt nach Ersatz suchen. Jessica Landström ist eine Spielerin, die sicher auf dem Schirm der Mannschaft aus dem hohen Norden ist.