Emma Jonsson hat aufgehört

Die 26 Jahre alte Emma Jonsson, eine der torgefährlichsten Spielerinnen in der zweiten Liga Nord in den vergangenen Jahren hat ihre Karriere Anfang August schon beendet. Offiziell gab sie ihren Rücktritt aber erst im Oktober bekannt.

“Ich war an eiem Punkt angekommen, wo ich spürte, dass es nicht mehr weiterging, dass ich eine Pause brauchte. Während des größten Teils der Saison hatte ich aus privaten Gründen einfach nicht die Kraft, alles für den Fußball einzusetzen,” sagte Jonsson der Zeitung Dagbladet.“Mir scheint, dass ich mein Ding gemacht habe, ich bin fertig mit dem Fußball,” so Emma Jonsson weiter. “Im Frauenfußball kommt man oft schon jung in die A-Mannschaft seines Vereins. Ich kam mit 13 in die Mannschaft. Mit 15 spielte ich in der zweiten Liga und als ich 16 war, spielte ich in der Damallsvenskan. Jetzt habe ich fünf Jahre in der Damallsvenskan gespielt und fünf in der zweiten Liga, obwohl ich erst 26 bin.”

Ganz lässt sie der Fußball dennoch nicht los. Emma Jonsson wird zwar zu ihrem Freund nach Västerås ziehen, der dort Eishockey spielt, aber derzeit wird auch übver eine zukünftige Rolle der 26-Jährigen in ihrem Verein Sundsvalls DFF diskutiert. Den anvisierten Aufstieg musste man in diesem Jahr schnell ad acta legen. Vielleicht wird Emma Jonsson ihrem Verein in einer Rolle im Büro weiter helfen.

Zweite Liga: Nord und Süd sind Geschichte

Mit dem 22. und letzten Spieltag der Norrettan, der zweiten Liga Nord, endete heute die Teilung der zweiten Liga in Schweden. In der kommenden Saison wird es nur noch eine landesweite Gruppe geben, die Damettan heißen wird. Darin werden 14 Teams spielen.

Nachdem gestern bereits die Söderettan ihren (offiziell) 20. und letzten Spieltag hatte (Tabellenführer Dalsjöfors wurde nach der Hälfte der Saison suspendiert, da man wegen Konkurs den Spielbetrieb einstellen musste) stehen nun auch die Paarungen der Play-Off-Spiele fest, bei denen es um den Aufstieg in die Damallsvenskan geht.

Der Zweite der Nordgruppe Sirius aus Uppsala (als Aufsteiger direkt auf Platz 2) trifft auf den Südmeister Mallbacken (aus Värmland). Und Südzweiter QBIK (ebenfalls aus Värmland) trifft auf den Nordmeister Sunnanå aus Skellefteå. Die Hinspiele finden bereits nächstes Wochenende statt, die Rückspiele eine Woche später.

Dieses Verfahren, Aufsteiger in die erste Liga zu suchen, gibt es 2012 zum ersten und letzten Mal. Bislang waren immer die jeweiligen Meister der Nord- und Südgruppe direkt aufgestiegen.

Da es im nächsten Jahr eine neue Liga geben wird, die nur noch aus einer Gruppe mit 12 Vereinen statt zwei Gruppen mit insgesamt 24 Vereinen bestehen wird, steigen viele in die Drittklassigkeit ab. Für die neue Superettan qualifiziert sind aber:

2 Absteiger aus der Damallsvenskan
2 Verlierer der Qualifikationsspiele um den Aufstieg (s.o.)
Sundsvalls DFF
Östers IF
Kvarnsvedens IK
Eskilstuna United
Umeå Södra FF
IFK Kalmar
Hammarby DFF
LB 07

Die jeweils Siebten der beiden Gruppen Västerås und Hovås Billdal spielen um einen dreizehnten Platz in der Damettan. Der vierzehnte Platz wird unter den Siegern der dritten Ligen ausgespielt.

Torschützenköniginnen gab es auch in den beiden Gruppen. Im Norden setzte sich Ida Brännström aus Sundsvall mit 21 Treffern durch, im Süden ging der Titel bei zwei Spielen weniger an die Senegalesin Mami Ndiaye (20 Tore) vom IFK Kalmar, die damit ihren Titel verteidigte

Dramatik in der 2. Liga Nord – Sunnanå schlägt AIK 4:1

Tiina Vatanens Kopfball geht geradewegs in den Winkel zum 1:0 für Sunnanå

12 Runden gespielt. Vier Teams an der Spitze, getrennt durch drei Punkte. Das hat man selten gesehen in der Nordgruppe der zweiten Liga.

Am Abend gewann Sunnanå SK das Spiel der beiden Absteiger 2010 und Topfavoriten auf den Wiederaufstieg 2011 bei AIK in Solna souverän mit 4:1.  Kurios: Das Hinspiel hatte AIK vor wenigen Wochen mit 6:0 in Skellefteå gewonnen. Da allerdings fehlten bei Sunnanå die beiden nigerianischen Nationalspielerinnen Perpetua Nkwocha und Helen Ukaonu.

Nkwocha, viermalige afrikanische Fussballerin des Jahres, erzielte mit dem 4:1 dabei den Treffer des Tages nach einem sehenswerten Slalomlauf durch die Abwehr des Gegners.

Dabei hatte AIK das Heft in der Hand gehabt, 30 Minuten lang, bis zur Führung durch Tiina Vatanen nach einer Ecke und einem fulminanten Kopfball.

“Das erste Tor ist ja immer sehr wichtig in einem Fussballspiel und es hat heute auch den Matchverlauf geändert,” sagte mir Perpetua Nkwocha nach dem Spiel. Trotz der vier Tore und ihres ersten Saisontreffers war die 1992 geborene Vatanen, die in der Innenverteidigung spielt, noch kritisch: “Ich finde, wir haben viel zu viel mit langen Bällen nach vorne gespielt, es fehlte uns das Spiel in die Breite.” Da mag sie Recht haben, aber die Effektivität der Angriffe Sunnanås war beachtlich. Insgesamt war man auch kompakter als Mannschaft, während bei AIK gerade Daniella Chamoun und Nazanin Vaseghpanah bisweilen zu indivuell agieren, beide sind technisch hoch talentiert, aber Fussball ist halt auch ein Mannschaftssport. Aufopfernd Hanna Folkesson bei AIK, die in die Kapitänsrolle hervorragend hineingewachsen ist.

Am 20.08. spielt dann der Tabellenführer AIK gegen den Zweiten Sundsvalls DFF und ffschweden wird dann wieder dabei sein.

Gelaufen scheint die Meisterschaft dagegen in der Gruppe Süd. Dort führt Vittsjö nach 12 Spieltagen bereits mit neun Punkten Vorsprung vor QBIK. Vittsjö liegt in Skåne in der Nähe von Hässleholm mitten in der Provinz. Bei einem Aufstieg wäre da sehr viel zu tun in der Heimatstadt des ehemaligen schwedischen Weltklassespielers Fredrik Ljungberg.