WM-Medaillengewinner treffen sich an der schwedischen Westküste

Gestern wurde offiziell, worüber Hope Solo schon vor einigen Wochen gesprochen hatte: “a couple of games in Sweden”: Weltmeister Japan, die USA und Schweden spielen ein Miniturnier an der schwedischen Westküste. Einerseits zur Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele in London, an denen alle drei Länder teilnehmen, andererseits, um die ein Jahr später in Schweden stattfindende Europameisterschaft zu vermarkten.

Am Samstag, den 16. Juni spielt Schweden in Halmstad gegen die USA im Stadion Örjans vall, das auch bei der EM benutzt werden wird. Zwei Tage später spielen die USA und Japan die dritte Neuauflage des WM-Finales seit dem 17. Juli 2011, wobei die Amerikanerinnen zum dritten Mal versuchen werden, sich für die Niederlage von Frankfurt zu revanchieren.

Abschließend spielt Schweden dann gegen den Weltmeister in der EM-Stadt Göteborg, allerdings überraschenderweise nicht im EM-Stadion Gamla Ullevi (das den Beinamen Nationalarena für Frauenfußball bekommen hat), sondern auf dem 77 Jahre alten Rambergsvallen, der eine Kapazität von 8.400 Zuschauern hat und noch Leichtathletiklaufbahnen. Die Nationalarena wenige Kilometer weiter im Göteborger Zentrum ist ausgebucht. Dort wird zwar nicht gespielt, aber die Arena sei wegen Public Viewing bei der Männer-EM gebucht. Ein Blick in den Kalender dieser EM zeigt allerdings, dass gerade der 20.06., an dem Schweden und Japan spielen, Ruhetag in Polen und in der Ukraine ist…

Thomas Dennerby freut sich natürlich auf die Begegnungen: “Echt toll ein Turnier mit den drei Medaillengewinnern der WM zustande bekommen zu haben. Das ist das Hochklassigste, was man zur Zeit zusammenstellen kann. Vor den Olympischen Spielen ist es nützlich für uns, zwei verschiedene Spielstile zu erleben, das auf Ballbesitz ausgerichtete Spiel der Japanerinnen und das dynamische Spiel der US-Amerikanerinnen mit schnellen Kontern und sehr viel Energie.”

 

Dänemark und Norwegen verlieren erneut

Am zweiten Spieltag wiederholte sich alles vom ersten: Schweden gewann und die anderen nordischen Länder verloren. Nimmt man das Turnier in Zypern noch dazu, wo die Finninnen auflaufen haben die nordischen Länder in zehn Begegnungen diese Woche zwei Siege und acht Niederlagen eingefangen.

Nun hatten es die Däninnen mit dem Weltmeister und die Norwegerinnen mit dem Vizeweltmeister zu tun und beide verloren nur knapp. Dänemark kassierte das 0:2 gegen Japan erst in der Nachspielzeit, ist weiter ohne Torerfolg. Für Japan trafen Yuka Sugasawa nach 52 Minuten und eben am Ende noch Shinobu Ohno.

Norwegen verlor wie schon gegen Japan auch gegen die USA mit 1:2. Abby Wambach und Sydney Leroux hatten die Führung besorgt, ehe dann Elise Thorsnes in der 93. Minute den Ehrentreffer schoss.  Eli Landsem: “Die USA haben verdient gewonnen. Sie sind ein völlig anderer Gegner als Japan und haben extrem gute physische Voraussetzungen. Gleichzeitig merken wir, dass wir uns ihrem Niveau nähern und dass wir gut mitspielen.”