WM in China: Norwegische Party

Norwegen zählt zu den Geheimfavoriten der WM in China. Zum fünften Mal dabei ist Keeperin Bente Nordby, die ein wenig wehmütig an ihre erste WM in China zurückdenkt, als sie mit 17 Jahren noch Reservetorhüterin war.

Sie wird definitiv beim schwedischen Vizemeister Djurgården aufhören und nach Norwegen zurückkehren, mit etwas Glück spielt sie aber noch in der Toppserien in Norwegen – und falls Norwegen sich als eine der ersten drei für Olympia 2008 qualifiziert, würde mich nicht wundern, wenn diese sympathische Sportlerin erst nächstes Jahr ihre grosse internationale Karriere beendet.

In Hengzhou spielen die Norwegerinnen am Mittwoch gegen Kanada. Die Stimmung ist super. Auf einer Pressekonferenz in der abgelaufenen Woche wurde seitens der anwesenden Spielerinnen soviel gelacht, dass ein chinesischer Journalist empört aufstand und sagte, das sei mehr eine norwegische Party als eine Pressekonferenz. Was dann auch Trainer und Betreuer zum Lachen brachte.

Alles ist perfekt organisiert in Hengzhou und das Hotel und die Einkaufszentren glitzern, aber Guro Knutsen aus Röa sagte, dass bei der Fahrt zum Training schon auffallend sei, dass viele Wohngebiete nicht annähernd so luxuriös seien wie das Bild, das man den Gästen gern von China geben würde.