Twitterrape


Guro Pettersen (Foto: Stabaek IF)

“Facerape” nennt man in Schweden den Umstand, wenn jemand anders das eigene Facebook-Konto “raped”, also eine Statusmitteilung im Namen des anderen verfasst, die möglicherweise peinlich für den eigentlichen Besitzer des Kontos ist.

In Norwegen geschah das am letzten Sonntag bei Twitter. Guro Pettersen, die 21-Jährige Ersatztorhüterin von Spitzenclub Stabaek hatte ihr Smartphone unbeaufsichtigt in der Umkleide gelassen, wo es von Mannschaftskameradinnen gefunden wurde, die folgende Nachricht absetzten:

“Durfte heute verdammt nochmal schon wieder nicht von Beginn an spielen. Ist an der Zeit Øyvind Eide (Trainer) einige meiner anderen Qualitäten zu zeigen. #frauenfussball #sprebenano”.

Bis heute bekam dieser Tweet 178 Retweets und führte dazu, dass ein norwegisches Herrenmagazin Pettersen fragte, ob sie sich ausziehen würde für die nächste Ausgabe der Zeitschrift. Aber nicht nur das, sehr viele Zeitungen, Radiostationen und das Fernsehen nahmen den Tweet auf.

Eine der drei “Täterinnen” soll übrigens die in Deutschland nicht unbekannte Leni Larsen Kaurin gewesen sein. Pettersen selber nahm es sportlich und sagte, sie sei nicht sauer, aber ihre Mannschaftskameradinnen sollten ab jetzt sehr auf der Hut sein, sie würde sich revanchieren.

Was das Angebot der Zeitschrift FHM angeht, so habe sie sich noch nicht entschieden. Sie möchte eher als Fußballspielerin, denn als Model erscheinen. Na, wenn das so ist, kann es doch nur eine Antwort geben, Guro!

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