Schweden gewinnt seine Gruppe – jetzt Frankreich


Das Spiel gegen Kanada in Newcastle begann mit einer kanadischen Offensive. Mindestens einen Punkt brauchte die Mannschaft von John Herdman, um sich wirklich eines Viertelfinalplatzes sicher sein zu können, zumal man als erste von drei Gruppen spielte und wie unsportlich das Dreigruppen-Prinzip ist, haben wir zuletzt bei der EM 2009 in Finnland gesehen, wo Dänemark als erster Dritter einfach ausmanövriert wurde. Das Spiel Norwegen – Frankreich habe ich selber in Helsinki gesehen, wo beide Teams eine halbe Stunde lang an die Schande von Cordoba erinnern wollten.

Schweden wollte gewinnen und ging mit drei Änderungen an den Start: Lina Nilsson spielte wieder statt Annica Svensson, Nilla Fischer kam für Lisa Dahlkvist zum Zuge und im offensiven Mittelfeld wich Johanna Almgren für Kosovare Asllani. Insbesondere Asllani spielt sich derzeit in die Herzen der Fans. Obwohl Kanada dominierte, ging Schweden durch einen Doppelschlag in Führung: Marie Hammarström und Sofia Jakobsson trafen, an beiden Toren war Asllani entscheidend beteiligt.

Kanada liess sich nur wenig beirren, setzte weiterhin auf ein von ihnen selten so gesehenes Angriffsspiel. Christine Sinclair und Melissa Tancredi hatten im Angriff Gesellschaft von Jonelle Filigno. Da wurde über die Flügel attackiert, durch die Mitte und letztlich auch mit Erfolg. Tancredi schoss beide Tore für Kanada. Die ehemalige Stürmerin des bankrott gegangenen Zweitligistn Dalsjöfors führt damit die Torschützenliste des Turniers mit vier Toren alleine nach der Vorrunde an.

Die Führung vergaben die Schwedinnen. Das Unentschieden war hochverdient und vielleicht sogar etwas glücklich für Schweden.

Stimmen.

Lotta Schelin: “Naja, wir führten mit 2:0 un natürlich will man das dann nicht mehr abgeben. Ich fand auch, dass wir Chancen hatten, weitere Treffer zu erzielen. Aber wir sind weiter, wir sind Gruppenerster, da gibt’s nicht so viel zu reden.”

Caroline Seger: “Wir haben Kanada zurück ins Spiel kommen lassen, die haben sehr hart gearbeitet und leider kriegen wir diese Scheisstore rein. Kanada spielt gerne offensiv mit seinen Aussenverteidigerinnen, also war das für uns eine gute Gelegenheit. Wir waren vielleicht etwas müde heute. Natürlich ist es nicht optimal, dass wir im Mittelfeld tauschen müssen, aber die Spielerinnen, die rein kommen, sind auch gut. Hoffentlich sind Lisa Dahlkvist und Nilla Fischer beide im Viertelfinale dabei. Wir wissen, dass wir besser sind als wir das heute gezeigt haben.”

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