Tyresö schlägt Malmö


Jubel und auch Erleichterung bei Tyresö nach dem Sieg gegen Malmö

Für Tyreseö war es das zweite Topspiel innerhalb einer Woche und man war zum Siegen verdammt, um nicht in größeren Rückstand zu geraten. Das merkte man der Mannschaft von Stefan Fredriksson in der ersten halben Stunde auch an. Am Ende gewann der Gastgeber jedoch hochverdient mit 2:0 nach Toren der beiden Brasilianerinnen Marta und Elaine.

Ins improvisierte Stadion, nur wenige hundert Meter vom Einkaufszentrum in Tyresö gelegen kamen 2332 Zuschauer, eine Zahl, die an sich respektabel ist, die aber angesichts des Topspielcharakters und der Tatsache, dass beim ersten Spiel Tyresös gegen Örebro rund fünfhundert Menschen mehr kamen, eine Enttäuschung ist. Man hatte eigentlich mit einem Rekord gerechnet am Tyresövallen.

Malmö begann ruhig und kontrolliert und Tyresö bemühte sich, das Heft in die Hand zu nehmen, aber das Team wirkte gestresst.

“”Tyresö hat auf dem Papier eine unheimlich starke Mannschaft, aber es ist sicher nicht leicht für die, unter diesem enormen Druck Leistung zu bringen,” sagte mir Malmös Mannschaftskapitänin Malin Levenstad nach der Begegnung, der offensichtlich der Hype um die Stockholmer Vorortmannschaft etwas Kopfzerbrechen bereitet. “Ok, heute haben sie gegeh uns gewonnen, aber ich finde, dass der Unterschied zwischen uns nicht so groß ist. Die stehen nicht irgendwo da oben und alle müssen sie vergöttern, nein wir spielen in der Damallsvenskan und es ist ganz schön ausgeglichen hier,” so Levenstad weiter.

Der Führungstreffer zu Beginn der zweiten Halbzeit resultierte dann auch nicht aus brillantem Kombinationsspiel, sondern aus einem individuellen Fehler. Die allerdings darf man sich gegen Marta nicht erlauben. Lina Nilsson war die Unglücksrabin, der das falsche Abspiel unterlief und Marta schoss aus gut 16 Metern ins rechte untere Eck. Danach nahm Tyresö das Heft endgültig in die Hand, hatte mehrere Chancen. Während Thora Helgadottir durchaus beschäftigt war, konnte sich Carola Söberg im Tor der Gastgeberinnen einen mehr oder weniger ruhigen Abend machen. Weil die defensive Arbeit bei Tyresö viel besser als erwartet war. Zum ersten Mal bestand die Viererkette aus Annica Svensson, Johanna Frisk, Linda Sembrant und Line Röddik Hansen. Die Abwehr Tyresös, oft als die Achillesferse bezeichnet, entschied gestern das Spiel, weil sie aufopferungsvoll kämpfte, relativ weit hinten stand und sich deshalb nicht von den schnellen Malmöerinnen überlaufen ließ.

Erstaunlich auch, wie viel defensive Arbeit Spielerinnen wie Marta und Vero gestern Abend verrichteten. Besonders bei Marta habe ich noch nie so viel Aktivität nach hinten gesehen. Den zweiten Treffer erzielte Elaine mit einem prachtvollen Schuss nach einem Abpraller, den Line Röddik Hansen herbeigeführt hatte.

Malmö rannte sich immer wieder fest. Anja Mittag war sehr bemüht, Therese Sjögran kämpfte aufopferungsvoll und am besten, wenn sie üer rechts kam, aber eine Weltklassespielerin wie Ramona Bachmann hat nach ihrer Verletzung noch lange nicht die Form erreicht, die man von ihr gewohnt ist und die sie 2011 zur besten Spielerin der Liga machte. Auch im Mittelfeld ging der Punktsieg an Tyresö, da kontrollierten Caroline Seger und Lisa Dahlkvist das Geschehen.

Die Meisterschaft ist wieder völlig offen. Heute kann Göteborg mit einem Sieg über Vittsjö die alleinige Tabellenführung übernehmen.

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